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ALU und Edelstahl / VA polieren
 

Aluminium sollte beim Polieren nicht zu stark erwärmt werden. Jede Erwärmung führt zu Veränderungen der Gitterstruktur des Aluminiums, was sich bei der nachfolgenden Weiterbehandlung des Metalls z.B. durch Eloxieren störend auswirken kann. Zudem neigt Aluminium zur Bildung einer Oxidschicht. Die Geschwindigkeit der Oxidation und die Dicke der Oxidschicht nehmen mit dem Grad der Erwärmung zu. Es kommt deshalb darauf an, beim Schleifen ein nicht zu grobes Korn einzusetzen, um die nachfolgenden Polierzeiten zu verkürzen und so die Erwärmung des Aluminiums zu begrenzen. Der Einsatz geeigneter Polierringe kann zusätzlich zur Kühlung des Werkstücks beitragen, da die Falten des Polierrings Luftverwirbelungen an der Oberfläche des Werkstücks erzeugen.
 

Für das Polieren von Aluminium sind hohe Schnittgeschwindigkeiten ab 30 - 50 - 60 m/s vorteilhaft. Weichgeglühtes Aluminium sollte mit einer weicheren Scheibe bzw. mit etwas reduzierter Schnittgeschwindigkeit bearbeitet werden.

 

Das Polieren von Aluminium erfordert besondere Vorsichtsmaßnahmen:

Der beim Schleifen und Polieren entstehende Aluminiumstaub sollte nicht eingeatmet werden, weil er zu irreversiblen Lungenschädigungen führen kann. Beim Polieren von Aluminium sind deshalb wirkungsvolle Absaugungen an der Polierscheibe und Atemschutzmasken von besonderer Bedeutung.

Aluminiumhaltiger Polierabfall ist sehr heiß und hat einen sehr hohen Energieinhalt. Es besteht deshalb die Gefahr von Schwelbränden in den Abfallsilos. Polier-Emulsionen enthalten Polier-Mineralien und Additive, die der Selbstentzündung von aluminiumhaltigen Polierabfällen entgegenwirken.

 

Tipps für Edelstahl, gilt aber auch für ALU:
 

Hochwertige Gebrauchsgegenstände aus Edelstahl sind in der Regel hochglänzend. Es wird sehr viel Sorgfalt darauf verwendet, den Polierprozess so zu optimieren, dass der tiefe »blaue« Spiegelglanz erreicht wird, der dem Werkstück die Anmutung verleiht, die für Edelstahl typisch ist. Der Glanzgrad der polierten Oberfläche hängt sehr stark vom vorhergehenden Schleifprozess ab: Ungleichmäßiges oder zu grobes Schleifen kann nicht durch intensives Polieren ausgeglichen werden. Gleichmäßiges Schleifen ohne zu tiefe Riefen verkürzt den Polierprozess und garantiert makellosen Hochglanz. Die besten Ergebnisse werden erzielt, wenn während des Schleifens die Schleifrichtung mehrmals um 90° gedreht wird, bzw. wenn das nachfolgende Polieren quer zur Schleifrichtung erfolgt. Die Umfangsgeschwindigkeit sollte 30-35 m/s betragen, um eine Verhärtung der Scheibe zu vermeiden. Eine relativ flexible Scheibe verhindert die Ausbildung eines den Glanzgrad reduzierenden Polierstrichs.